Mit ein bisschen Verspätung, aber immerhin noch im Oktober schließe ich hiermit das bereits dritte Quartal im Jahr 2026, dem fünften Jahr als Investor ab. Die Zeit vergeht aktuell wie im Flug, echt crazy. 😅

Das risikobehaftete Portfolio ist in den letzten Monaten wieder stärker Bitcoin-lastig geworden. Auch der Aktienteil hat sich vergrößert. Im risikoarmen Teil ist ein Teil Bargeld dazu gekommen, im wesentlichen war es dies dann schon.
Die Zinsen kennen weiterhin eher nur eine Richtung, und zwar nach oben. Bei der EZB Sitzung im September wurde nochmals um 0,25% erhöht, womit der Einlagezins nun bei 2,5% liegt. Somit auch der bei Trade Republic, wohingegen die Hypo Tirol nach wie vor der Meinung ist, 0,75% seien genug. Bundesschatz und TR regeln. 🤭
Der Fixzins bei der Immobilienfinanzierung war also bis jetzt die richtige Entscheidung, auch dass wir im Jänner den Kauf gemacht haben, Zinsen und Preise werden nicht besser.


Die Abweichung zeigt mittlerweile auch ein klareres Bild, bis auf Bitcoin ist alles etwas übergewichtet zur Zeit. Sobald der Kurs hier aber wieder anziehen wird, richtet sich das alles wieder ganz gut ein. Gold hat jedenfalls in den letzten Wochen wieder etwas nachgegeben, bei den anderen Übergewichtungen liegt es eher an meinen Nachkäufen, sowohl bei MSTR als auch bei ETS habe ich ja Aktiennachkäufe getätigt.
Die Risikoverteilung passt im Grunde auch ganz gut, immerhin ist hier die Immobilie zu einem guten Teil Schuld an der Verschiebung. Dieses „Lifestyle“ Asset wird sich auch die nächsten Jahre gut bemerkbar machen, das Verhältnis 80/20 würde ich als Ziel dennoch stehen lassen, dann darf es durchaus zu kleinen Abweichungen kommen. 😉
Schauen wir uns als nächstes den Quartalsvergleich an. Hier wird sichtbar, dass neues Geld oder auch Kursschwankungen das Immobiliengewicht reduzieren, besonders Bitcoin hat kräftig zugelegt und Liquidität ist praktisch keine vorhanden. Wobei man hier immer festhalten muss, dass es da nur um Verrechnungskonten geht und nicht um den Notgroschen, dieser ist ja nicht Teil des risikobehafteten Teils des Portfolios.
Auch die Risikoverteilung ändert sich nur sehr geringfügig.


Blickt man auf den Vorjahresvergleich tut sich sofort der große Unterschied auf, vor und nach der Immobilie. Spannend ist hingegen, dass sich dies im wesentlichen nur auf die Fonds- und Bitcoin-Gewichtung auswirkt. Der Aktienteil und auch der Goldanteil wurden durch die Immobilie weitaus weniger in ihrer Gewichtung beeinflusst.
Sehr stark gedreht hat aber zugunsten der risikobehafteten Anteile der Umstand, dass Cash gegen die Wohnung getauscht wurde, hier hat das Verhältnis vollkommen gedreht.
Letztlich ist aber in diesem Gesamtportfolio immer noch sehr viel Diversifikation über Assetklassen hinweg, natürlich dem geschuldet, dass ich für das nötige Eigenkapital weder an die Wertpapiere, noch an die Satoshi’s musste – schon ein Privileg. 🤗

Alles in allem ergibt sich hier also ein durchaus ausgewogenes Bild nach dem Sommer, und das beruhigt mich enorm. Die Mischung aus Einzeltiteln und Fonds stellt einen super-diversifizierten Wertapieranteil dar, Bitcoin ist zwar mehr als eine Beimischung aber dafür auch der einzige „Kryptowert“ und Gold rundet das mehr oder weniger liquide Vermögen gut ab. Mit monatlicher Kredittilgung und Sparrate auch durch die Sparpläne wächst das Vermögen langsam aber stetig. Was ebenfalls langsam aber stetig größer geworden ist, ist mein Beitrags-Backlog.

Ich wollte eigentlich zur BTC in Prag was machen, zur Immobilien-Finanzierung ist noch etwas ausständig und auch zu meiner Undercover-Edelmetall-Recherche. Mal schauen was ich hier wann abhaken kann, aber momentan fehlt mir leider in der Fülle meiner Tätigkeiten die Zeit dafür – übrigens auch für Finanz-Content. Hier habe ich nun sehr viele Kanäle praktisch nicht mehr konsumiert, wäre mal an der Zeit ein paar auch davon aus meinen Abos zu entfernen.
Eines meiner Highlights in den letzten Wochen war mein Besuch am Bitcoin-Stammtisch in Linz. Kurzerhand habe ich mich dazu entschlossen mit meinem Blogleser Stefan gemeinsam in Linz zum Meetup zu gehen, dort kannte ich ja einen Bitcoin-OG, den DNI. Auch einen weiteren Zeitgenossen aus unserem Online-Finanzumfeld haben wir dort erstmals persönlich kennengelernt, nämlich den AI-Dexter. 😜
Für mich war es neben dem Treffen von Stefan am Nachmittag, an dem wir mit seinem Sohn gemeinsam den Pöstlingberg erkundet haben auch sehr cool am nächsten Tag noch zwei weitere meiner Bloglesenden (kann man damit Gendern vermeiden? 🤭) zu treffen – liebe Grüße an der Stelle. Mich überrascht es bei Bitcoin-Meetups immer wieder, wie divers die Personen sind, die man dort antrifft. Vom Vollnerd bis zur älteren Frau, die von Technik keine Ahnung hat ist alles dabei, lieber ist mir jedoch, wenn ich zur Location nicht mehr als 40min mit der Bahn aus der Stadt raus fahren muss. 😀 Stefan wurde jedenfalls eine neue Welt eröffnet, mich freut es, dass ich die Tür dazu öffnen konnte und vielleicht fahren wir ja demnächst mal zusammen nach Prag oder zur Zitadelle?! 🙃
Apropos fahren, gefühlt war ich nicht nur im Sommer, sondern auch im September sehr viel unterwegs. Ein Panel in München, eine teure Firmenrechnung im Zillertal, ein letztes Familien-Essen in einem Traditionsrestaurant in Landeck, ein iPhone bestellt im Zentrum von Linz und als krönender Abschluss eine Studienreise nach Oslo, wo ich im Munch Museum den Schrei gesehen habe und am Holmenkollen war. 😎 Norwegen wär übrigens ein toller Kandidat für einen Zweitwohnsitz. 😉








Ein schönes, wenn auch intensives Quartal geht zu Ende, finanziell nähern wir uns schon wieder dem Ende des Jahres und damit dem nächsten Parqet-Wrapped. 😄 Damit beende ich diese FinanzBilanz – wir lesen uns bald wieder, nicht nur wegen dem bevorstehenden Monatsabschluss, sondern auch weil ich meine Liste abbauen muss. 😎
