Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht, denn mit diesem Beitrag ist mein viertes Jahr als Investor in den AktienmĂ€rkten und auch in Bitcoin praktisch schon wieder vorbei. Nach einem BĂ€renmarkt 2022 ging es in 2023 bergauf und 2024 war dann sehr explosiv und wird mit dieser Finanzbilanz fĂŒr das Q4/2024 abgeschlossen. đ„ł

UnverĂ€ndert ist die Situation hinsichtlich meiner Asset-Allocation seit den letzten Monaten. Bitcoin stieg nun zum Nikolaus đ das erste Mal auf ĂŒber 100.000 USD und dann einige Tage spĂ€ter auch ĂŒber 100.000 âŹ. Der Anteil im Portfolio damit natĂŒrlich auch. Die ganzen Entwicklungen im Jahr 2024 auch hinsichtlich Nation-State-Adoption bestĂ€rken mich darin, kein Rebalancing zu machen, weshalb ich also die bisherige strategische Allocation anpasse. Bitcoin und Gold sollen zusammen 60% meines risikobehafteten Portfolios ausmachen (55% BTC / 5% Gold) und die verbleibenden 40% bleiben im Wertpapierbereich (35% Fonds / 5% Aktien). âșïž
Damit ergibt sich eine nur geringfĂŒgig abweichende taktische Gewichtung bei der vor allem Gold und der Aktienanteil untergewichtet ist, der Fondsanteil hingegen ĂŒber seiner strategischen Allocation. Im selben VerhĂ€ltnis 60/40 wird auch der Anteil der Risiko-Allokation angepasst. Damit erhöht sich der risikobehaftete Teil auf 40% und ist nun nicht mehr derartig stark abweichend wie bisher. NatĂŒrlich kann sich das im Zuge eines Bitcoin-Bullenmarktes 2025 weiterhin verschieben.


Bei dem Blick auf den aktuellen Quartalsvergleich sieht man die VerÀnderung hin zu mehr BTC-Allocation recht gut, wÀhrend der Aktienanteil ziemlich konstant geblieben ist wird vor allem der Gold-Anteil stetig geringer.
Leider hat sich aufgrund des Kurshochs hier noch kein gĂŒnstiger Moment fĂŒr einen Nachkauf geboten, mal schauen ob 2025 hier besser geeignet ist. LiquiditĂ€t hingegen wurde fĂŒr den Nachkauf von Aktien aufgebaut.
Im Vorjahresvergleich zeigt sich ein noch deutlicheres Bild der Situation und die Umschichtung von Fonds zu Bitcoin in der Allocation wird klar ersichtlich. Aufgrund der steigenden DepotgröĂe ist natĂŒrlich der Anteil an LiquiditĂ€t relativ auch rĂŒcklĂ€ufig, selbst wenn die absoluten BetrĂ€ge hier zum Teil höher sind.
Sehr gut sichtbar ist auch die Verschiebung des risikobehafteten Teiles, welcher von 25% am Ende 2023 nun auf knapp 40% angewachsen ist.

In der Level 3 Allokation des Wertpapier-Anteils gab es hingegen erneut nur geringe Ănderungen in Q4:

Der Europa Anteil konnte jedoch im Laufe des Jahres bei gleichbleibendem SchwellenlĂ€nderanteil deutlich gesteigert werden, hier bin ich mit der regionalen Verteilung sehr zufrieden. Die Top-Position bleibt weiterhin Microsoft, jedoch ist hier NVIDIA sehr stark nachgezogen und trotz NachkĂ€ufen ist die Telekom Austria mit ĂŒber 4% nur auf Platz 3. Allgemein gibt es hier keine Punkte an denen groĂartig geschraubt werden muss, alles lĂ€uft hier ganz gut, wenngleich die Top 10 mit ĂŒber 30% schon ein vergleichsweise hohes Gewicht aufweisen.

Wie gedacht war gerade die Zinsentwicklung im vergangenen Jahr mit eines der interessantesten Dinge am Finanzmarkt. Die Leitzinsen wurden kontinuierlich gesenkt und vor allem die Banken haben dies zum Anlass genommen die Einlagenzinsen seeeeehr schnell mit zu senken. đ
Von der Hypo Tirol bin ich hier eher negativ ĂŒberrascht, nachdem zum Jahreswechsel 2023/24 das iStar mit Top-Verzinsung aufgelöst wurde, wird seither sehr aggressiv der Zins fĂŒr tĂ€glich fĂ€llige Einlagen reduziert. Offenbar will man hier mit dem Zins-Spread auch mal ein auĂerordentlich gutes Jahr schaffen. Sehr sympathisch ist mir hier nach wie vor der Bundesschatz, welcher sehr nachvollziehbar und mit moderatem Abschlag die Zinsen weitergibt, mit dem Nachteil der 27,5%igen KESt. Noch ist der GroĂteil meiner Einlagen bei der Raiffeisen St. Pölten sehr gut verzinst gebunden, aber spĂ€testens in Q2/25 muss ich mir hier ĂŒberlegen, wie es weitergehen soll. Aufgrund der EZB-LeitzinsĂ€nderung im Dezember wurde der Bundesschatz um ca. 0,25% gesenkt, mal sehen ob es im JĂ€nner dann die nĂ€chste Senkung gibt.

Eine eher unangenehme Ăberraschung gab es zum Jahresende noch von Flatex. Denn bei der Ănderung des kostenlosen Sparplan-Angebotes war nun auch erstmals ich betroffen, mein EM ESG ETF verursacht nun 1,5⏠Orderkosten pro AusfĂŒhrung.

NatĂŒrlich habe ich VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass auch ein Broker Geld verdienen muss, aber nachdem eh hintenrum schon Provisionen eingestrichen werden, doch etwas unschön. đ
Sparplan-Hopping kommt fĂŒr mich nicht in Frage, dennoch habe ich reagiert und der EM-Sparplan lĂ€uft kĂŒnftig nicht mehr monatlich, sondern nur mehr vierteljĂ€hrlich.

Damit halte ich die Kosten im Zaum und es ist nach wie vor noch Sparplancharakter vorhanden. Apropos Sparplan:
Damit sind wir schon bei der Planung fĂŒr 2025 angekommen. In 2024 langsam und vorsichtig gestartet hat sich der Sunrise Standortfonds Ăsterreich zu einem Fixstarter im Portfolio entwickelt und wird auch 2025 kontinuierlich monatlich bespart. Ebenso der MSCI World und EM.

Aufgrund des Bullenmarktes und auch nachdem das Immo-Projekt langsam aber sicher in die heiĂe Phase geht wird hingegen der Sparplan auf Bitcoin deutlich reduziert, bei einem Kurs von ĂŒber 100k werde ich auch dabei bleiben gar nicht mehr zu kaufen. Mal sehen ob es dann einfach zu DIP-KĂ€ufen unter 100k kommen wird im Jahr 2025. Zudem wird der Sparplan auf das Tagesgeld deutlich erhöht, bis dann ggf. diese Rate direkt in einen Kredit weiterlaufen könnte. đ
Damit ergibt sich folgender Forecast fĂŒr 2025:

AbschlieĂend noch die Ziele fĂŒr Q1/2025:
- LiquiditĂ€t erhalten, auĂer es ergeben sich entsprechende Chancen. đ
- EM-Anteil im Auge behalten und wenn nötig nachsteuern.
- Das Thema Medienkonsum muss weiterhin bearbeitet werden, es sind immer noch zu viele. đ
- Ansonsten habe ich bereits die SparplĂ€ne und DauerauftrĂ€ge fĂŒr 2025 geĂ€ndert, die Sparquote wird bzw. wurde entsprechend erhöht und findet sich mit Forecast bereits im obigen Chart wieder. đȘđ»
Möge 2025 auch ein finanziell erfolgreiches Jahr werden, mit regelmĂ€Ăigen BeitrĂ€gen und wieder der ein oder anderen FinanzBilanz, kĂŒnftig öfters mit KI-generierten Beitragsbildern. đ„ł

Super!