Rückblick August: Bitcoin ist zurück, neues KPI Dashboard

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und wieder einmal war es im August weniger ruhig an den Märkten als gedacht. Denn Bitcoin kennt keinen Urlaub. 😅

Während in den letzten Monaten tendenziell eher ruhigere Kurse und viel Langeweile angesagt war, stieg in den letzten Tagen der Kurs um gute 20%, bei Strategy sogar um 35%. Außer der Telekom Austria Aktie waren aber auch sonst alle Assets grün, Neben den Edelmetallen vor allem auch die Emerging Markets. Man merkt etwas Unruhe am Weltmarkt, vor allem hinsichtlich der amerikanischen Schuldenpolitik, und die Hard Assets liefern. 🥳

Im risikoarmen Teil meines Portfolios gab es im August keine Änderungen, im risikobehafteten Teil startete Bitcoin eine kursbedingte Aufholjagd. 📈

Trotz dem starken Anstieg ist das Verhältnis noch weit davon weg an meiner Ziel-Allokation zu sein, aber immerhin stimmt die Richtung.

Durch den Nachkauf von Strategy, von welchem ich ja in einem eigenen Post ausführlich berichtet hatte, wurde auch das Aktiengewicht erhöht. Es ist nun praktisch gleich groß wie Gold, somit auch leicht übergewichtet. Die Liquidität, welche durch die AgE im letzten Monat etwas reduziert wurde, habe ich im August wieder ausgeglichen.

Was das Risk-Verhältnis angeht gab es zum letzten Monat praktisch keine nennenswerte Veränderung. Hier wird der Trend aber künftig stärker Richtung „Risikobehaftet“ gehen.

Mein Nachkauf bei Strategy unter 80€ pro Share scheint den Boden recht gut getroffen zu haben, zumindest sofern die Kurse nun nicht nochmals stärker zurückkommen und dies hier nur eine „Fake“ Bewegung darstellt. 😉

Aber im Grunde auch egal, meine Position hier ist nun vollständig aufgebaut und jetzt heißt es Geduld haben, bis wir bei deutlich höheren Kursen dann hoffentlich Gewinne zu realisieren haben. 🙃

Auch am Zinsmarkt ist der Trend unverändert und wir sehen leichte Anstiege, überall nur nicht bei den Tagesgeldzinsen der Hausbanken.

Die Hypo Tirol steht weiterhin bei 0,75% und streift mittlerweile einen ordentlichen Spread ein. Ich habe dort zwar nicht viel Cash liegen, primär meine Steuerrücklage für das Finanzamt und unsere Betriebskosten inkl. Rücklage, da unsere Hausverwaltung scheinbar noch immer keine Akonto-Zahlungen möchte. 😀

Die spannendste Änderungen in meinen Finanzen im August betrifft weniger das Portfolio selbst, sondern mehr den Blick auf das große Ganze. Nach unserem Immobilienerwerb und auch der Tatsache, dass wir als Haushalt nicht nur mein Investment-Depot, sondern auch das von Sabrina, eine kreditfinanzierte Immobilie und einen Notgroschen besitzen erfordert es künftig mehr einen Blick aus der Brille eines „Family-Office“. Hier wollte ich im Urlaub noch etwas „optimieren“ und habe ein Dashboard aus verschiedenen Kennzahlen erstellt, dass nicht nur meine Zahlen, sondern vor allem auch unsere Zahlen im Blick hat.

Dieses Cockpit ist primär in drei Bereiche, ähnlich einem Unternehmen aufgeteilt. Es gibt Bilanzkennzahlen, Cashflow-Kennzahlen und Kennzahlen zur Asset Allocation.

Neben dem NAV (Nettovermögen) und dessen Entwicklung sind bei den Bilanzkennzahlen vor allem Eigenkapitalquoten und der Loan-to-Value dargestellt, also wie stark der Fremdkapitalhebel der Finanzierung noch ist. Auch tracke ich liquide Anteile, diese absoluten Werte habe ich aber im obigen Screenshot ausgeblendet. Es handelt sich um jeweils zwei Kennzahlen, Liquidity I = Girokonto, Tages- und Bargeld, Bundesschatz und Liquidity II = Wertpapiere und Bitcoin. Somit sieht man sofort, wie viel Geld man kurzfristig zur Verfügung hätte um Verbindlichkeiten/Schulden zu bedienen. Ebenfalls dargestellt wird der Anteil von Sabrina und mir am Haushaltsvermögen, denn trotz Heirat führen wir ja unsere Investitionen etc. auf eigene Rechnung. Im Urlaub haben wir durch einen Podcast von Sabrina (Vorerst für Immer) auch über das Thema Ehevertrag gesprochen und obwohl wir hier noch keine finale Entscheidung getroffen haben, ist eine separate Buchführung einmal ein erster Schritt dazu.

Daraus abgeleitet gibt es eine Kern-Kennzahl mit der FIR (Financial Independence Ratio). Sie stellt dar, wie lange unsere jährlichen Ausgaben aus dem Nettovermögen bedient werden könnten.

Bei den Cashflow-Kennzahlen sind wir primär dort gelandet, wo ich ohnehin bisher schon war, also neben einer Sparquote und einer Investitionsquote gibt es nun jeweils auch noch eine Schuldendienstquote, welche die Kreditrate bezogen auf das monatliche Einkommen je Person darstellt. Diese habe ich auch als Kennzahl in meinem Portfolio aufgenommen.

Im Bereich der Asset Allocation bin ich bei zwei Kennzahlen gelandet, der Produktivkapitalquote (PKQ) und der Monteären Reservequote (MRQ). Während die PKQ den Wertpapierteil darstellt, umfasst die MRQ neben dem Notgroschen noch Bitcoin und Gold. Der verbleibende Teil auf 100% stellt dann die selbstbewohnte Immobilie dar, welche im Verhältnis zu anderen Haushalten gar keinen so großen Klumpen darstellt, hier sind wir natürlich sehr privilegiert. 😇

Im Grunde sind diese Optimierungen in der Vermögenssteuerung für mich nun sicher schon das „Over the Top“ und nicht für jeden Haushalt nötig, dennoch fühlt es sich gut und richtig an. Vor allem gibt es ansonsten eigentlich nichts mehr zu schrauben, das sieht auch mein digitaler Vermögensberater so: 🤭

Der wichtigste Punkt ist für mich inzwischen: Der Haushalt braucht aktuell keine neue Asset-Idee mehr. Ihr habt Immobilien-Eigenkapital, globale Aktien, Bitcoin, Gold, bAV und eine saubere Liquiditätsreserve. Die nächste Phase sollte primär aus laufen lassen, Kredit reduzieren und bestehende Sparpläne bedienen bestehen.

ChatGPT

In diesem Sinne läuft alles nach Plan und wir können als Paar nach unserem Sommerurlaub in Italien vor allem auch das Leben und unser neues Zuhause genießen. 😍

An Tagen, an denen man am Morgen diesen Ausblick genießen darf, noch dazu Gesund ist und keine finanziellen Sorgen hat, merkt man erst, welch ein schönes Leben man führen darf und wie tief dankbar man dafür sein muss. 🫶🏻

Nach diesem dramaturgischen Ende dieses Monatsberichtes, welcher diesmal sogar einen Tag vor Monatsende kommt, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern noch einen schönen Sonntag und schließe diese FinanzBilanz ab. Man liest sich. 🥳

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