Ein Thema, welches ich schon lĂ€nger einmal aufgreifen wollte in meinem Blog ist das Tracking der Einnahmen und Ausgaben. GrundsĂ€tzlich natĂŒrlich der Beginn jeder vernĂŒnftigen Sparstrategie, denn es ist schlicht und einfach nur möglich zu Sparen bzw. zu Investieren wenn man mehr Einnahmen als Ausgaben hat, egal in welcher Höhe diese auch sein mögen. đ
Sehr viele Finfluencer bieten hier massenweise Infos und Vorlagen an, auch Tools gibt es wie Sand am Meer. Wie auch sonst bin ich persönlich auch in dieser Sache eher der Freund von KISS (Keep it simple and stupid). Ich nutze keine Tracking-Tools als Finanzguru oder Ă€hnliches – was meine Banking-App hergibt und ein bisschen Excel reichen mir persönlich völlig aus. Am Ende ist es nĂ€mlich auch eine Frage des Zeitaufwandes den man hier treiben will und ein schlauer Spruch von Sumit (Parqet-GrĂŒnder) war immer: Irgendwann sind die Ausgaben optimiert, der wahre Hebel liegt auf der Einnahmenseite. đ

Konzeptionell nutzen Sabrina und ich auch nach der Heirat immer noch das Modell mit zwei separaten Girokonten, von welchem aus wir individuell Zahlungen oder EinzĂŒge bedienen. Jeder hat sein eigenes Depot und weitere notwendige Töpfe (Kreditkarte, Bitcoin-Broker, Private Keys etc.).
Was uns noch fehlt (kam ich noch nicht dazu um ehrlich zu sein) sind gegenseitige Vollmachten. đ
Ein Thema wo es auch immer zwei Lager gibt ist nicht nur ob Gemeinschaftskonto oder nicht (ich halte vor allem aus KomplexitĂ€tsgrĂŒnden nichts davon immer zwischen verschiedenen Karten wechseln zu mĂŒssen und noch ein Konto mehr im Blick zu halten), sondern auch wie man sich gemeinsame Ausgaben teilt. Solange beide Partner Vollzeit arbeiten bin ich da ganz klar im Team 50:50, fĂŒr mich gibt es keinen rationalen Grund dafĂŒr warum hier ein Partner mehr bezahlen sollte, solange wir vom selben Lebensstil sprechen. Wenn ein Partner in 100m2 wohnen möchte, der andere aber nur in 60m2 ist das natĂŒrlich was anderes. Nochmals neu gemischt werden die Karten hier ohnehin mit Kindern, hier ist fĂŒr mich aber auch klar das der Partner der Zuhause bleibt oder Stunden reduziert vom anderen unterstĂŒtzt wird. Möglich ist hier neben einem Pensionssplitting natĂŒrlich auch die Ăbernahme des ETF-Sparplanes etc., sofern das natĂŒrlich das Gesamtbudget alles zulĂ€sst. đ
Wir nutzen deshalb fĂŒr die Abrechnung der Ausgaben auf iOS das App „Buddy“, in welchem sowohl DauerauftrĂ€ge als auch einmalige Zahlungen eingetragen werden können. Das ist dann auch gleichzeitig alles was wir an Tracking fĂŒr unsere Haushaltsausgaben fĂŒhren, somit ist der Aufwand dafĂŒr praktisch bei 0. Das Tracking Tool selbst kostet pro Jahr 34âŹ, also vermutlich etwas gĂŒnstiger als ein weiteres Konto bei der Bank. đŠ In erster Linie aber wie gesagt ein fĂŒr uns passenderer Workflow. Am Ende muss ist die gesamte Handhabung wohl sehr individuell und jeder muss den fĂŒr sich passenden Weg finden.



Alle paar Monate werden dann die jeweiligen „ĂberschĂŒsse“ gegengerechnet und der Partner der weniger bezahlt hat, gleicht dann ĂŒber eine Einmalzahlung aus. đ€đȘđ»

Kommen wir aber nochmals zum Thema Budgetierung zurĂŒck, denn die Grundlage liegt wie schon erwĂ€hnt eigentlich daran, dass man mehr Geld macht als man verbraucht. đ
Hier gibt es ja verschiedene AnsĂ€tze, ich habe hier mal den aus meiner FinanzprĂ€sentation herausgenommen um als Beispiel herzunehmen. Fix sollte immer sein, dass man „sich selbst“ gleich nach Gehaltseingang bezahlt, sprich SparplĂ€ne usw. gleich durchfĂŒhrt und damit nicht in Versuchung kommt zu viel zu konsumieren.

Ich mache mir ein grobes Budget ca. 1x pro Jahr, wo dann ein Update aller laufenden Kosten (Versicherungen, Miete etc.) durchgefĂŒhrt wird und anhand der Einkommensströme auch die SparplĂ€ne festgelegt werden. An dieser Strategie halte ich dann so gut wie möglich fest, wobei es natĂŒrlich schon das ein oder andere Mal zu einer kurzfristigen Ănderung (gerade bei LiquiditĂ€tsengpĂ€ssen) kommen kann. Von der FĂŒhrung monatlicher Budgets halte ich nicht viel, das frisst zu viel Zeit und bringt in meinen Augen auch nichts.

In den obigen Pie-Charts sieht man nun das Ergebnis unserer jĂ€hrlichen Haushaltsausgaben, welche ich alle paar Monate von Buddy in Excel ĂŒberfĂŒhre um ein paar Auswertungen zu machen und eine langfristige Dokumentation sicherzustellen. Man sieht aus den Grafiken sehr klar, was unsere gröĂten Ausgabenposten sind. Neben dem Bereich Wohnen ist dies vor allem Urlaub. FĂŒr uns haben wir entschieden, dass dies kein klassischer Konsum ist, dafĂŒr machen wir auch zu wenig Strand- oder Wellnessurlaube. Die daraus bezogene Erinnerungsdividende bzw. der Ausgleich zum Alltag ist uns diese Höhe bisher wert gewesen, aber auch hier wird die Familie irgendwann reingrĂ€tschen. đ

Eine Sache, die ich seit einigen Monaten noch schuldig bin und gut in diesen Beitrag passt, ist das ResĂŒmee unserer Hochzeit. Mittlerweile sind alles Ausgaben und Einnahmen bekannt und ich kann von der „finanziellen“ Bilanz dieses Traumtages berichten. đ
Im Nachhinein betrachtet gab es wenige Positionen, die den GroĂteil der Kosten ausmachten.
Wir haben uns besonders im Bereich „Erinnerung“ schon einen kleinen Luxus geleistet denn fast ein viertel der Gesamtkosten entfallen auf den Hochzeitsfilm und die Hochzeitsfotos. Der gröĂte Posten ist natĂŒrlich das Essen, unabhĂ€ngig davon ob man 100 Personen oder wie wir „nur“ 45 Personen dabei hat.
Auch kein SchnĂ€ppchen war mit 15% die Musik (DJane), der Rest teilt sich auf sehr viele kleinere Positionen auf. Hier nicht dabei sind noch weitere gröĂere Posten wie Hochzeitskleid, Anzug und Eheringe, wobei wir selbst hier nur die Eheringe selbst zahlen mussten (ca. 4k). đđ»
Wie schaut es nun aber mit den Einnahmen aus? Zwei Dinge dazu: Obwohl wir uns doch einen gewissen Luxus geleistet haben, konnten wir dank groĂzĂŒgiger Einzelspender (Eltern und GroĂeltern) das Fest ohne eigenem Geld leisten, am Ende blieben noch ca. 300⏠als Gewinn ĂŒbrig. đ AuĂerdem interessant oder auch nicht weil man damit gerechnet hat: Die meisten GĂ€ste geben zwischen 100⏠und 200âŹ, wobei sich mit 100⏠in der heutigen Zeit der Gast selbst nicht mehr trĂ€gt (Essen und Trinken durch Anzahl der GĂ€ste ergab bei uns Kosten von ca. 150âŹ).
AbschlieĂend noch die Aufstellung unserer Haushaltsausgaben im Jahresvergleich. Sehr schön erkennbar ist der lineare Anstieg bei Versicherungen, aber auch z.B. die Kosten fĂŒr Lebensmittel geprĂ€gt durch die COVID-Zeit. Urlaub schwankt natĂŒrlich abhĂ€ngig von Reisezielen und Anzahl pro Jahr. đ€

Ich hoffe dieser Einblick in meine bzw. unsere Handhabung mit dem Thema Budgetierung, Ausgabentracking und Controlling war ein wenig spannend und interessant und somit schlieĂe ich diese etwas andere FinanzBilanz und wĂŒnsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende. đ€

Der Mair wÀre stolz auf dich.
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